Mittwoch, 30. April 2008

Geschafft!

Der Benni hat es hinter sich! Am 29.4 wurden wir um 14 Uhr auf der Station aufgenommen. Kurz nach der Aufnahmen hatten wir schon das erste Date mit Stationsärztin. Sie untersuchte Benjamin mal wieder und war sehr zufrieden. Bis sie die Knie untersuchte…
Und ja, der Benjamin ist ein lebhaftes, fröhliches Kind ;) (warum wird das immer wieder erwähnt?)

Aber er hat eben „dicke Knie“. Das linke Knie war gerötet und überwärmt. Aber beide Beine waren komplett zu beugen und auf 10° zu strecken. Ihr Vorschlag war, dass man eventuell spontan unter Narkose entscheiden würde, ob das linke Knie auch punktiert werden solle. Nachdem sich der Rheumatologe, der die Punktion durchführen würde auch noch mal überzeugen wollte wie’s aussah wollte er sich noch nicht festlegen. In Narkose würde er das entscheiden. Von unserer Seite her war das okay, denn unseren Erfahrungen nach wird es von allein ja nicht wirklich besser. In unserem Zimmer war noch ein ganz lieber 5 Jähriger Junge. Benjamin verstand sich gleich auf Anhieb gut mit ihm. Zusammen gingen wir dann noch auf den Spielpatz der direkt vor der Station liegt. Nach dem Abendessen war Benjamin natürlich wieder sehr sehr müde. Schlief aber erst gegen 19:30 ein. Vorher spielte er noch oder ließ sich etwas vorspielen.




Der Morgen begann FRÜH! Ich durfte (mit Bennis Erlaubnis) schnell unter die Dusche hüpfen. In der Zeit beaufsichtigte die Mama seines Zimmerkameraden ihn, damit er nicht nascht oder gar frühstückt. Um 7:40h wurde Benjamin fertig gemacht. Bekam seinen „Scheißegal-Saft“. Irgendwie war der Kleine aber irre standhaft. Dann ging’s los zum OP. Dort angekommen wurde ganz toll, auch der Teddy mit diesen Kleber für die Überwachungapparate ausgestattet. Dann musste auch der Teddy über die Maske atmen und dann traute sich auch Benni das zu. Zu unserem „Glück“ sind die Venen in Bennis Händen/Armen noch nicht wirklich tauglich für Infusionen. Daher die Narkose über die Maske. Das war für alle beteiligten wesentlich entspannter. Nach 30 min war der Spuk vorbei, der Kleine kam in den Aufwachraum. Wie bereits vermutet, wurden beide Knie punktiert. Rechts war wesentlich mehr Flüssigkeit. In beide Knie wurde 20mg Lederlon (Cortison) injiziert. Der Aufwachraum wurde seiner Bezeichnung nicht wert. Benjamin schlief und schlief… Irgendwann wurden wir wieder abgeholt um auf die Station zu rollern, da war er noch immer nicht richtig wach. Unten bekam er dann mit, dass er, wenn er wach wäre und gegessen hätte nach Hause dürfe. Und dann begannen absolut lustige 20 min in denen Benni versuchte langsam Salzstangen zu essen und dabei Flieger zu spielen. Ich war nun also bei Benjamins erstem Vollrausch anwesend. Es dauerte noch einige Zeit, bis der Kleine wieder allein sitzen konnte. Da er durch die Narkose etwas unterzuckert war bekam er auch noch einen Glucose-Tropf angehängt. Der musste auch erst mal durchlaufen. Aber 1 Stunde nach dem Mittagessen war auch sein Blutzuckerspiegel wieder okay und wir bekamen die Papiere zur Entlassung.

Alles in allem ein kurzer aber sehr anstrengender Ausflug. In 6 Wochen müssen wir zur Kontrolle in die Rheumaambulanz. Bis dahin genießt der Benjamin bestimmt seine neugewonnenen Schmerzfreiheit.

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